Die Macht des Mondes

Abends, wenn der Himmel klar ist, kann man immer sehr gut den Mond sehen. Dieser sieht nicht nur schön aus, und sorgt dafür das wir Ebbe und Flut haben, sondern er ist auch höhst wahrscheinlich dafür verantwortlich, dass sich hier auf der Erde Leben entwickeln konnte. Der Anstoß für diesen Artikel war eine Doku auf N24, mit dem Titel “Die Macht des Mondes“. Die Doku war aber leider voller Fehler, und hat vieles falsch erklärt.

Die Erdachse ist um 23,5 Grad geneigt. Diese Neigung sorgt dafür, dass hier auf der Erde die Jahreszeiten entstehen, da die Sonnenstrahlen unterschiendlich immer eintreffen. Wäre die Erdneigung gleich null, dann gäbe es keine Jahreszeiten, weil an jedem Ort der Erde die Temperatur mehr oder weniger konstant wäre.

Datei:Jahreszeiten99 DE2.jpg

Quelle: Horst Frank

Jacques Laskar hat untersucht, wie sich die Neigung in der Vergangenheit der Erde verändert hat. Man kann im Prizip sagen, das die Erdneigung immer konstant geblieben ist. In einer Simulation zeigt sich, dass sich die Neigung nur um 1,8 Grad geändert hat. Aber wer ist dafür verantwortlich, das die Neigung immer gleich bleibt? Tatata: Der Mond. Der gravitative Einfluss des Mondes sorgt dafür, das die Erdneigung immer gleich bleibt. Aber was wäre, wenn es den Mond nicht gäbe?

In der Doku auf N24 würden schlimme Katastrophen ausbrechen, die Erdachse würde quer stehen und, und, und… Aber die Realität ist mal wieder ganz anderes. Man führte die Simulation erneut durch. Diesmal ohne den Mond, und das Ergebniss war spektakulär! Alles war war plötzlich höchst chaotisch. Stattdessen das die Erdachse zwischen 1,8 Grad schwankt, schankt sie ohne Mond zwischen 0 und 84 Grad.

So eine chaotische Schwankung lässt sich gut bei unserem Nachbarplaneten Mars beobachten. Dieser hat zwar auch 2 Monde (die vermutlich nur eingefangene Asteroiden sind), diese sind aber so winzig, dass sie nicht genügend Kraft ausüben können um die Marsachse zu stabilisieren. Anhand Ergebinisse von Missionen zum Mars lässt sich zeigen, dass der Planet in der Vergangenheit gröberen Klimaschwankungen unterworfen war und dass je nach der aktuellen Temperatur flüssiges Wasser auf der Oberfläche vorhanden war oder nicht.

Für das Klima hier auf der Erde wäre das natürlich auch ganz schlecht. Zeiten mit extremen Temperaturschwankungen würden sich mit Zeiten mit fast keinen Schwankungen abwechseln. Aber was ist mit der Gravitation der anderen Planeten. Sorgen die auch dafür, dass die Erde geneigt ist?

Der Mond ist sehr nahe, und übt daher einen sehr starken gravitativen Einfluss auf die Erde aus. Zwar merkt die Erde auch etwas von der Gravitation von Jupiter oder Mars, aber diese richten nicht besonderes an. Der gravitative Einfluss des Mondes auf die Erdneigung ist daher viel stärker als der der anderen Planeten.

Es ist also sehr wahrscheinlich, dass unsere Existenz auch von unserem Mond abhängt. So eine Erkenntniss bringt die Astronomen aber auch weiter in Sachen Außerirdische. Wenn also wirklich ein großer Mond nötig ist, um höheres Leben hervorzubringen, sind wir Menschen wirklich etwas seltenes und außergewöhnliches. Denn die Entstehung des Mondes verdanken wir eigentlich einem Zufall.

Kurz nach der Entstehung der Erde, ist diese mit einem anderen Planeten, names Theia zusammengestoßen. Aus dem abgebrochenem Gestein der Erde formte sich innerhalb weniger Monate ein Mond. Diese Kollisonstheorie lässt sich dadurch wiederlegen, dass der Mond aus den gleichen Bestandteilen besteht, wie die auf der Erde.

Datei:Giantimpact.gif

Quelle: NASA

Das Monde keine Selbstverständlichkeit sind, erkennt man auch gut daran, das Merkur und Venus keine Monde haben, Mars nur 2 eingefangene Asteroiden und die Monde der Gasriesen im Vergleich zu ihren Planeten ebenfalls nur Winzlinge sind.

Der Mond entfernt sich Jährlich 3 cm von der Erde. Das ist astronomisch gesehen nicht gerade viel (was sind schon 3 cm im Weltall…).  Jedoch werden wir das Chaos nicht erleben, weil in der Zwischenzeit die Sonne schon zu einem Roten Riesen geworden ist. Um den Mond müssen wir uns also keine allzu großen Gedanken machen.

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