Meteoritenregen in Russland

Heute Morgen habe ich etwas sehr spannendes im Fernsehen gesehen. Ein Meteorit sei in Russland, genauer genommen im Ural eingeschlagen. Natürlich habe ich mir dann sofort mein Netbook genommen, um das ganze zu überprüfen. Das Stichwort Ural reichte schon, um viele Ergebnisse zu erzielen. Überall lass man die Überschrift:
Meteoriteneinschlag in Russland! oder 100 Verletzte bei Meteoriteneinschlag! Alle sprachen von einem Einschlag und wie die Zeitungen und das Fernsehen das rüber brachen, schien mir das zuerst so, als wäre da ein 100 Meter Brocken runter gekommen. Hier ist zum Beispiel ein Artikel von mopo.de:

,,Meteoriten – die unheimliche Gefahr aus dem All. Jetzt haben Einschläge große Zerstörungen in mehreren russischen Städten angerichtet. Mehr als 700 Menschen wurden verletzt!

In einem gigantischen Lichtblitz explodierte der Brocken am Himmel und löste eine gewaltige Druckwelle aus. Die Überreste des Himmelskörpers schlugen mit unglaublicher Geschwindigkeit im Uralgebirge rund um Tscheljabinsk, 1500 Kilometer östlich von Moskau, ein.

Die Verletzten

Nach Angaben russischer Behörden sind mehr als 700 Menschen verletzt worden, davon mindestens 159 Kinder. Viele von ihnen seien von Scherben zersplitterter Scheiben getroffen worden, wie das Innenministerium in Moskau am Freitag der Agentur Interfax mitteilte. In einigen öffentlichen Gebäuden und auf den Straßen brach Panik unter den Passanten aus.“

Natürlich schließen viele einen Zusammenhang mit dem Asteroid 2012 DA14, welcher heute Abend vorbeifliegen soll. Das ist natürlich nicht so. Astronomen haben den Asteroid im Blick. Diese wollen natürlich auch den Asteroiden beobachten um die Eigenschaften und andere Daten genauer zu bestimmen. Außerdem kennt man die Bahn von 2012 DA14 genau genug, um eine Kollision sicher auszuschließen. Also was auch immer für die “Katastrophe“ in Russland verantwortlich war – 2012 DA14 war es nicht.

Nachdem ich mir dann einige seriöse Videos und Zeitungsberichte angeschaut habe, ist mir eins 100 % klar: Es war auf jeden Fall kein Einschlag, sondern ein “Airburst“. Und ein Airburst hat nichts mit einem Einschlag zu tun. Das Ereignis passierte einige Kilometer über dem Boden. Es fliegen immer wieder kleine Brocken an der Erde vorbei. Mal sind diese 1-4 Meter groß, manchmal können diese aber auch 10-20 Meter groß sein. Und wenn solche kleinen 1 Meter Meteoriten mit der Erde kollidieren, ist es höchstwahrscheinlich, dass diese den Erdboden nicht berühren. Durch die Reibung mit der Erdatmosphäre brach der kleine Meteorit auseinander. Diese keinen Brocken hatten nun eine viel größere Oberfläche als der große Asteroid sie hatte. Dadurch kam viel mehr Reibungswärme auf als vorher und die Bruchstücke lösten sie explosiv auf.

Durch diese Explosion am Himmel gab es wie bei Silvester einen knall. Nur sehr viel lauter. Diese Explosion erklärt auch die zersplitterten Scheiben. Gut sehen kann man das auch in diesem Video:

Aber warum wusste man von dem “Einschlag“ nicht vorher bescheid? Schließlich weis man ja auch, dass heute Abend 2012 DA14 vorbei fliegt. Das Problem bei Asteroiden bzw. Meteoriten ist die Größe. Umso kleiner der Meteorit ist, umso schwerer ist es auch in ausfindig zu machen. Es ist schon ein Unterschied ob ein Asteroid 46 Meter groß ist, oder nur 11 Meter (die 11 Meter sind nur geschätzt, aber er muss jedenfalls kleiner gewesen sein als 2012 DA14).

Aber was kann man den tun, damit man auch vor solch kleinen Asteroiden geschützt ist? Um solch kleine Asteroiden oder Meteoriten rechtzeitig zu entdecken muss der Himmel dauerhaft mit großen Teleskopen aus dem All überwacht werden. Das kostet natürlich Geld. Bis lang wollte dieses Geld noch keiner investieren. Vielleicht bringt dieser Vorfall mache Menschen zum Nachdenken.

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