Wenn uns ein Asteroid auf den Kopf fällt…

Was passiert eigentlich, wenn wir morgen in der Tagesschau die Meldung hören, dass ein Asteroid auf Kollisionskurs zur Erde steht. Klar, wenn der Asteroid nur ein paar Meter groß ist, macht das nichts, aber wenn dieses Objekt einige 100 Meter groß ist, ist das schon was ganz anderes. Ich denke mal, jeder Mensch würde direkt in Panik verfallen und sich die Fragen stellen: Wo schlägt er ein? Was passiert, wenn er einschlägt. Kann man was dagegen unternehmen? Und das sind wir schon an dem Punkt angelangt, worum es heute geht: Kann man den Einschlag eines Asteroiden verhindern, welcher auf Kollisionskurs steht?

Asteroid ist nicht immer gleich Asteroid. Es gibt kleine, große, dünne, dicke, lange, kurze und, und, und. Draußen im All schwirren Milliarden von den Dingern rum. Und es liegt nah, das früher oder später ein solches Objekt auf Kollisionskurs mit der Erde steht. Aber müssen wir dann tatenlos zusehen, wie dieses Riesenobjekt unsere Erde bzw. unser Land zerstört? – Nein! Es gibt verschiedene Pläne für die Abwehr von Asteroiden. Eines davon heißt ,,Don Quijote“ von der ESA. Dieser Name wirkt zuerst so, als hätte man es dem Katastrophenfilm ,,Armageddon“ entnommen. Jedoch leitet sich der Name in Wirklichkeit von dem Roman Don Quijote ab.

Dieses Projekt wurde erstmal 2005 vorgeschlagen und seit dem wartet dieser Vorschlag in einer Schublade auf den Tag, an dem wir ihn vielleicht dringend brauchen werden. Don Quijote benutzt aber nicht eine Bombe um den Asteroiden in 100 Einzelteile zu zerlegen. Nein. Eine solche Mission würde gleich zwei Sonden beanspruchen. Die erste Sonde mit dem Namen ,,Sancho“ fliegt erst einmal zu dem Asteroiden hin und ermittelt seine Masse und andere Daten welche für die zweite Sonde wichtig sind.

https://i2.wp.com/spaceinimages.esa.int/var/esa/storage/images/esa_multimedia/images/2006/03/orbiter_sancho_operations/9261477-5-eng-GB/Orbiter_Sancho_operations_node_full_image.jpg

Quelle: ESA

Nachdem die erste Sonde die Daten übermittelt hat, kommt nun die zweite Sonde mit dem Namen ,,Hidalgo“ ins Spiel. Diese Impaktor-Sonde kommt ohne viel Technik aus. Ihre Aufgabe ist es nun, den Asteroiden möglichst genau zu treffen. Der Impaktor soll das Objekt mit einer Geschwindigkeit von 10 km/s treffen. Auch wenn der Asteroid um ein vielfaches größer ist als die Sonde selbst, schafft sie es, den Asteroiden ein paar Zentimeter von seiner Bahn abzubringen und dies reicht schon aus, damit der Asteroid die Erde verfehlt. Wie weit man ihn jedoch von seinem Kurs damit abbringen kann, hängt davon ab, wie weit er zum Zeitpunkt des Hidalgo-Einschlags von der Erde entfernt ist.

Je früher man einen Asteroiden entdeckt, umso besser ist es und wir haben genug Zeit um etwas dagegen zu tun. Natürlich ist dies nicht die einzige Idee zur Abwehr der Asteroiden. Es gibt zum Beispiel auch noch Vorschläge, den Asteroiden an einer Seite weiß anzumalen. Klingt zwar lächerlich, ist aber trotzdem ein Verfahren was funktionieren könnte. Denn die weiße Seite reflektiert das Sonnenlicht mehr als die Schwarze. So wird der Asteroid ein wenig abgebremst und dies reicht aus, damit er die Erde verfehlt.

Derzeitig ist übrigens kein gefährliches Objekt in Sicht – dennoch gut zu wissen das wir ein paar gute Pläne in der Tasche haben, falls es doch einmal so weit kommt.

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von Stefan Joußen Veröffentlicht in Asteroiden

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