Forscher entdecken ältesten Stern

Viele Milliarden Sterne gibt es in unserem Universum und es werden jeden Tag mehr entdeckt und geboren. Doch jetzt haben australische Forscher von der Australischen Nationaluniversität (Australian National University, ANU) in der Hauptstadt Canberra den ältesten derzeit bekannten Stern entdeckt: SMSS J031300.36-670839.3. Sein Name ist sehr lang und kompliziert. So alt wie er ist kein anderer bis dato entdeckter Stern. 13,6 Milliarden Jahre hat er auf dem Buckel. Doch woher weis man das so genau?

Die Forscher haben das Alter von SMSS J031300.36-670839.3 an seinem Lichtspektrum erkannt:

,,Das Fehlen jeglichen nachweisbaren Eisens im Lichtspektrum des Sterns habe zu dem Altersnachweis geführt, erklärt Keller. „Der Eisen-Anteil im Universum steigt mit der Zeit, so wie die Sternengenerationen sich formieren und sterben“, hob Keller hervor. Der Eisenanteil könne daher als „Uhr“ für das Alter eines Sterns herangezogen werden.“

Bei SMSS J031300.36-670839.3 liegt der Eisenanteil nur bei rund einem Millionstel des Anteils unserer Sonne und ist mindestens sechzig Mal geringer als bei jedem anderem bisher entdecktem Stern.

File:OldestStar-SM0313-SMSSJ031300366708393-20140210.jpg

Quelle: NASA

Das bedeutet also, dass SMSS J031300.36-670839.3 der bis heute älteste, jemals entdeckte Stern ist. Bisher waren zwei andere Sterne mit einem Alter von rund 13,2 Milliarden Jahren die ältesten Gestirne im Universum, doch nun wurden sie von SMSS J031300.36-670839.3 abgelöst.

Zudem ist der Stern astronomisch gesehen nicht weit weg von unserem Heimatplanet. Er liegt in unserer Galaxie, der Milchstraße, rund 6000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Entdeckt wurde der Stern mit dem Teleskop “Skymapper“. Skymapper soll in einem Projekt die erste digitale Karte des südlichen Sternenhimmels erstellen.

Was die australischen Forscher dort enteckt haben, ist grandios. Mal sehen, vielleicht wird in ein paar Jahren noch ein ältere Stern entdeckt.

Ein Kommentar zu “Forscher entdecken ältesten Stern

  1. Zwei kleine Gedichte zum Wesen der Sterne:

    STERNENBETRACHTUNG

    Deklination und Rektaszension
    Bestimmen die Sternposition.
    Die Parallaxe indessen
    Hilft beim Entfernung messen.

    Wir sehen Sterne Blau und Rot,
    Neugeboren, auch kurz vorm Tod;
    Oder uns’rer Sonne ähnlich,
    Mittelalt und leuchtend gelblich.

    Da gibt es Riesen und Zwerge
    Verschiedenster Leuchtstärke;
    Solisten und Mehrfachsterne,
    Recht nah und in weiter Ferne.

    All dieser Sonnen Profession
    Ist im Innern die Kernfusion.
    Eruption und Protuberanz
    Sind nur oberflächlicher Tanz.

    Gluthitze herrscht im Zentrum,
    Etwas gemindert drum herum.
    Vom ewig stürmischen Rand
    Wird alle Strahlung abgesandt.

    Sternenheimat sind Galaxien,
    Mit denen sie durchs All zieh’n.
    Meist von Planeten umgeben,
    Gibt’s ohne Sterne kein Leben.

    STERNENSCHICKSAL

    Wasserstoff zu Helium
    Ist der Sterne Tonikum.
    Sterne sind bis zum Ende
    Geburtsort der Elemente.

    Nach dem Eisen, letzter Gruß,
    Machen Sterne damit Schluss.
    Für Elemente, superschwer,
    Muss eine Supernova her.

    Sterne entsteh’n und vergeh’n,
    Das ist im All Normalgescheh’n.
    Der Mensch, ein Kind der Sterne,
    Betrachtet’s aus der Ferne.

    Rainer Kirmse , Altenburg

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